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Wir möchten allen die Möglichkeit geben, die Türkei von seiner schönsten Seite kennenzulernen.

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Die beeindruckenste Moschee ist die Selimiye in Edirne, ein absolutes Meisterwerk mit insgesamt 999 Fenstern und einem raffiniert ausgeklügelten Belüftungssystem. Die Minaretten sind 71 m hoch und zu den drei Galerien führen separate Aufgänge.

Sie wurde zwischen 1569 und 1575 von dem genialen Baumeister Mimar Sinan im Alter von über 80 Jahren erbaut.

Sie legt Zeugnis ab von den damaligen technologischen Möglichkeiten.




Mimar Sinan, seiner Zeit voraus...

Sinan ist neben seinem Wirken als Architekt ein Genie der Städteplanung; er bettet sein Werk in die bauliche Umgebung. Bevor er mit dem Bau seines Werkes beginnt, untersucht er sehr genau die Bodenverhältnisse. Wenn es sein muss, lässt er Bohrlöcher graben und Pfähle in den Boden setzen. Für ihn bedeutet ein stabiles Bauwerk nicht, dass es dicke Gemäuer, kleine Fenster hat und flach ist. Im Gegenteil, ein Bauwerk muss aus leichten Materialien bestehen, eine große Kuppel besitzen und lichtdurchflossen sein.

Zunächst löst er das Problem der Feuchtigkeit im Boden; und noch mehr: damit die Steine durch die Feuchtigkeit nicht verrotten, erhält das Fundament an geeigneten Stellen 'Vorhöfe'. Die Temperaturdifferenzen im Sommer und Winter beachtet er.


Wenn der Architekt verschollen ist...

Es ist eine berühmte Geschichte, dass, nachdem Mimar Sinan das Fundament für die Süleymaniye Moschee errichtet hat, sich nicht mehr hat blicken lassen, für zwei Jahre... Er weiss genau, dass der Sultan ihn mit den Worten "die Moschee muss schnell fertig werden" zurechtweisen würde. Der damalige Sultan Süleyman "der Gesetzgeber" (in Europa "der Prächtige") hatte die Hoffnung über das Bauwerk schon aufgegeben, da bittet auch schon Mimar Sinan bei ihm um Einlass. Auf die Frage "Wo warst du?" antwortet der Architekt: "Ich wusste, dass Sie erzürnt sein werden, aber ich wollte das Bauwerk nicht überstürzt fertig stellen. Nach der Errichtung des Fundaments sind zwei Sommer und zwei Winter vergangen, das Fundament sitzt. Jetzt kann ich mit dem Bau der Moschee fortfahren..."

Just zu dieser Zeit schickt der Schah von Persien ein Beutel mit Juwelen, mit einer stechenden Notiz: "Sultan! Ich habe gehört, Du lässt eine Moschee errichten, aber die Baustelle ruht. Diese sollst Du für die Fertigstellung verwenden und die Moschee soll den Namen 'Schah Moschee' tragen." Tatsächlich verwendet der Sultan die Juwelen für die Vollendung des Bauwerkes: Die Juwelen lässt er im Mörser fein zerkleinern und in den Mörtel einarbeiten...

In den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts wird festgestellt, dass der Bezirk Süleymaniye (mit der Moschee) eine Erdverschiebung in den Goldenen Horn erfährt. Zwar beträgt die Verschiebung ca. 1 mm pro Jahr, aber das summiert sich auf die Jahre und es wäre zu spät für geeignete Maßnahmen, die Moschee zu erhalten. Die damalige Regierung nimmt dies sehr ernst und beauftragt japanische Geologen und Bauingenieure. Die Experten stellen an vierzig Stellen in der Umgebung der Moschee Sondierungen und Untersuchungen auf. Im Ergebnis dieser Untersuchungen müssen an der Westseite der Moschee 18 Stützpfähle im Boden verankert werden. Das zuständige Ministerium stellt die notwendigen Geldmittel bereit, koste es, was es wolle.

Die Experten legen den ersten Punkt für die Stützpfähler fest und graben an dieser Stelle und sind perplex... dort ist bereits ein Stützpfahl! An allen 18 festgelegten Stellen befinden sich bereits die Stützpfähle. Auch an einer Stelle, für die ein Stützpfahl nach Ansicht der Japaner noch nicht notwendig ist, ist ein Stützpfahl schon vorhanden...







Die schönste Moschee in Istanbul ist die Blaue Moschee oder Sultan-Ahmet-Moschee.

Sie wurde zwischen 1609 und 1616 von dem Architekten Sedefkâr Mehmet Aga erbaut.

Als einzige der Welt weist diese Moschee 6 Minarette auf. Sie liegt direkt gegenüber der Hagia Sophia.



Die Hagia Sofia und die Sultan-Ahmet-Moschee befinden sich im Bezirk Sultan-Ahmet.




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